Stammesola in Kandersteg in der Schweiz

Ab in die Schweiz |
In diesem Jahr war es endlich mal wieder soweit. Unser Stamm machte, wie alle drei Jahre, ein Stammessommerlager. Das bedeutet das alle Stufen, also die Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder, Rover und Leiter ein gemeinsames Ziel haben. Dieses Jahr führte uns (42 Teilnehmer) der Weg in die schöne Schweiz auf den Internationalen Pfadfindercampingplatz Kandersteg inmitten der Alpen.
Am Anfang stand jedoch zunächst, wie bei jeder Ferienfreizeit, die Vorbereitungsphase. Also bildeten sich Kleingruppen, um den Zeltplatz zu buchen, Kochgruppen einzuteilen, das Lagerbuch zu erstellen, Regeln zu verfassen oder auch Aktionen vor Ort zu planen und vieles mehr. Dabei wurde auch festgelegt, dass unser SOLA vom 14.07.2007 bis zum 27.07.2007 stattfinden sollte. Da wir dieses Jahr mit der Bahn in die Schweiz reisten und nur zwei Busse mieteten, schickten wir einen Vortrupp von 6 Leuten und einem Bus voller Material bereits am 12.07.2007 los. Dieser organisierte den reibungslosen Aufbau, sodass die Bahn-Reisenden sich bei Ihrer Ankunft erholen konnten.

17 Stunden warten in Haiger Burbach |
Leider gab es dieses Jahr ein bzw. mehrere Probleme mit dem zweiten Materialbus. Dieser sollte nach ursprünglicher Planung kurz nach der Bahn in Kandersteg eintreffen, doch gestaltete sich die Hinfahrt schwieriger als erwartet. Aufgrund eines Motorschadens musste der Bus bereits in Haiger Burbach ausgetauscht werden. Es dauerte aber bedauerlicherweise ca. 17 Std bis das Unternehmen es schaffte einen zweiten Bus zu stellen, denn der erste Ersatzbus erlitt einen Getriebeschaden.
Da für die bereits in der Schweiz eingetroffenen Teilnehmer nicht abzusehen war, wann der Bus genau eintraf und somit niemand sein Gepäck vor Ort hatte (außer der Vortrupp ), musste bereits am ersten Tag eine alternative Unterkunft gefunden werden. Die Mitarbeiter auf dem Platz in Kandersteg zeigten sich sehr kooperativ und stellten uns (jedoch nicht kostenlos) eine Hütte zur Verfügung, in der zumindest die erste Nacht verbracht werden konnte.

Freibad in Kandersteg |
Als dann am 15.07.2007 endlich auch der zweite Bus mitsamt dem Gepäck in Kandersteg eintraf, konnte unser diesjähriges SOLA endlich beginnen.
Am Beginn eines jeden SOLAs steht natürlich zunächst einmal der Aufbau der restlichen Dinge und das Beziehen der Zelte. Nachdem sich alle Teilnehmer in ihren Zelten eingerichtet hatten, wurden erst einmal der Platz und die Möglichkeiten vor Ort inspiziert. Es war ein eigentlich recht angenehmer Platz, wenn man von der Bahntrasse direkt neben den Zelten absieht. Doch an die alle 15 Minuten fahrende Bahn hat man sich sehr schnell gewöhnt. Ansonsten lässt sich nur positives sagen, da der Platz besonders viel Animation bot, einen Fußballplatz, als auch ein Volleyballfeld besaß und auch die Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung leicht zu erreichen waren. So wurde zum Beispiel auch direkt in den ersten Tagen das nahegelegene Schwimmbad in Kandersteg besucht, welches als Sensation des Dorfes gilt, da es stets eine Wassertemperatur von 26°C hatte.

Singen am Lagerfeuer |
Insgesamt war das Wetter als auch die Stimmung in den ersten Tagen unglaublich gut. So konnte beobachtet werden, dass sich jeden Tag ab 11 Uhr unser Platz genau im Winkel der Sonne befand und es wurden tagsüber bis zu 35°C. Nur nachts bzw. ab 19 Uhr war die Sonne dann auch genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen ist und es wurde so kalt, dass sich einige sogar einen Fließpulli und eine Jacke anzogen. Das gemütliche Lagerfeuer am Abend jedoch konnte diesem entgegensetzen, denn es brachte Wärme und gute Stimmung beim Lieder singen und Gitarre spielen.
Jeden Tag besaß eine Stufe die Möglichkeit die Busse für sich zu nutzen um Tagesausflüge in der Region zu unternehmen. Wie die einzelnen Stufen jedoch ihre Ausflugstage verbrachten, ist in den einzelnen Stufenberichten nachzulesen.
Nachdem die ersten Tage relativ schnell vorbei waren, stand auch schon der/die/das Hike vor der Tür.

Der Hike in den Bergen |
Hierbei macht sich jede Stufe auf den Weg um an ihre Grenzen zu gehen und verlässt das Hauptlager für drei Tage. Dieses Jahr bot sich besonders das Wandern in den Bergen an und so kam es auch, das sowohl die Wölflinge, als auch die Jungpfadfinder und Pfadfinder auf große Wanderungen gingen. Die Rover begannen ihr Hike mit einer Raftingtour um an den nächsten beiden Tagen, wie alle anderen Stufen auch, zu wandern.
Diese drei Tage verbrachte jede Gruppe wieder für sich und nach drei Tagen kamen alle wieder froh, erleichtert oder auch teilweise sehr erschöpft am Zeltplatz an. Es hat aber jeder Teilnehmer das diesjährige Hike „überlebt“, auch wenn es für viele eine Grenzerfahrung war, die man so schnell nicht vergisst.

Die Lagerolympiade |
Am Tag nach dem Hike durften wir erstmal ausschlafen und das Frühstück begann nicht wie sonst um 9 Uhr morgens, sondern erst um 10 Uhr. Daher waren dann auch alle frisch und teilweise erholt am Frühstückstisch und stärkten sich für den Tag. Denn heute fand die Lagerolympiade statt. Hierfür teilten sich die Teilnehmer in Gruppen auf und traten in mehren sportlichen als auch lustigen Spielen gegeneinander an. Leider war Petrus jedoch heute nicht auf unserer Seite und schickte uns schöne Grüße in Form eines heftigen Gewitters, sodass zwar die Lagerolympiade noch ohne Probleme durchgeführt werden konnte, das geplante Bergfest aber leider ins Wasser fallen musste. Unser Zeltplatz saugte das Wasser nämlich nicht sehr schnell auf, da wir auf sehr steinigem Boden zelten mussten. Daher waren die Leiter an diesem Abend damit beschäftigt die Zelte aller Teilnehmer trocken zu halten und den Kindern zu erklären, wie sie sich zu verhalten haben. Dies ist auch super gelungen und alle Zelte blieben zum Glück trocken - also von innen zumindest.
Die nächsten Tage blieben vom Wetter her etwas durchwachsen, aber wir machten natürlich das Beste draus, indem wir die trockene Zeit nutzten um Turniere zu veranstalten, Kubb zu spielen oder einfach über den Platz zu toben. Die regnerische Zeit wurde meist im Aufenthaltszelt verbracht und man begnügte sich mit Tagebuch schreiben, Gesellschaftsspielen oder einfach mal quatschen und die Seele baumeln lassen. Wir waren ja schließlich im Urlaub.

Das Versprechen |
Das nächste Highlight dieses Lagers war das am 22.07.2007 stattfindende Versprechen. Mitglieder der einzelnen Stufen geben hierbei ein Versprechen ab, um in die Stufe aufgenommen zu werden. Das besondere an diesem Versprechen war, dass erstmals seit 8 Jahren wieder ein Leiterversprechen in unserem Stamm stattfand. Es wurde ein schöner Ort in einer Lichtung mit einem riesigen Feuerplatz gewählt und es versammelten sich zunächst alle Stufen um das Feuer um gemeinsam Lieder zu singen. Kurz danach zogen sich die einzelnen Stufen zurück, da das Versprechen innerhalb der Stufen abgenommen wurde. Nur für das Leiterversprechen trafen sich wieder alle am Lagerfeuer. Nachdem dieser besondere Moment zelebriert wurde, ging man kollektiv zum Zeltplatz zurück und es wurde ein schöner Abend am Lagerfeuer.

Die Abschlußfeier |
Die nächsten Tage wurde wieder sowohl das Stufenprogramm durchgeführt als auch die vielfältigen Möglichkeiten, die der Platz bot, ausgeschöpft. Da sich das Wetter auch wieder langsam besserte, gingen noch mal alle Stufen in das vorhin schon angesprochene Schwimmbad. Leider fand die vorher vom Platzkomitee angekündigte Party nicht statt, doch wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen, sondern verbrachten den Abend im Schwimmbad mit Volleyball, Wasserball, in der Sonne chillen oder Fast Food essen.
Am nächsten Tag war auch schon wieder der 26.07.2007 und es wurde extra eine Abschlussfeier, die abends stattfand ausgearbeitet. Dafür musste sich jeder einen Partner suchen und versuchen mit diesem als Zwilling aufzutreten. Dies gestaltete sich sehr amüsant, da natürlich die unterschiedlichsten Leute sich zusammenfanden. Nach erfolgreicher Abschlussfeier wurde noch mal ein großes Lagerfeuer entzündet und jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit Stockbrot zu machen oder den Liedern die gesungen wurden zu lauschen bzw. mitzusingen. Es war ein sehr gelungener Abschlussabend mit einer sehr positiven Stimmung, die sich durch das ganze SOLA zog.

Wir waren dabei! |
Wie jedes Jahr musste natürlich am nächsten Tag der Zeltplatz geräumt werden und alle Zelte mussten abgebaut und das Material zusammengepackt werden. Dafür standen wir extra früh auf, da wir natürlich auch wussten, dass die Bahnfahrer ihre bahn um 17 Uhr nicht verpassen durften. Jeder packte mit an und es wurde ohne murren in Rekordzeit abgebaut. Insgesamt brauchten wir nur ca. 2,5 Std um den Platz zu räumen und die Busse zu beladen. Hiezu muss jedoch gesagt werden, dass wir übersehen hatten, dass der Platz eigentlich um 11 Uhr frei sein sollte. Daher wurde uns vom Staff-Team auch ein wenig geholfen und auch Stress gemacht. Aber wir haben alles geschafft und kamen dann am Samstag Nacht wieder froh und munter in Essen an.
Insgesamt war es ein sehr schönes Sommerlager. Wir hatten fast durchgehend gutes Wetter und bis auf ein, zwei Verletzungen, Stimmungsschwankungen und Heimwehkranken gab es keine besonderen Zwischenfälle. Wir hatten eine echt super Truppe mit in der Schweiz und so gelang es uns ein unvergessliches Sommerlager zu gestalten.